Tages- und Mehrtages-Radtouren müssen geplant sein

Wer mit seinem Bike mehrere Tage unterwegs ist, muss gut planen können. Welche Ausrüstung nötig ist, hängt von der Radtour ab und davon, unter welchen Bedingungen sie stattfindet. Sorgsam alles ausgewählt, kann eine Radtour zum Vergnügen, aber bei zu viel Bagage zur Tortur werden. Wer schon einmal auf Tages- oder Mehrtages-Tour mit dem Rad unterwegs war, weiss, dass man jedes Gramm zu viel spürt. Hier lohnt es sich, in eine leichte Ausrüstung zu investieren.

Es ist wichtig, den goldenen Mittelweg zu finden, und zwar von „das Wichtigste einpacken“ und „möglichst wenig mitnehmen, um Gewicht zu sparen“. Gute Planung im Vorfeld ist hier essenziell. Je nachdem, zu welcher Jahreszeit die Tour geplant wird, benötigen Radfahrer die entsprechende Kleidung. Regenbekleidung sollte auf jeden Fall dabei sein.

Equipment, das vor bösen Überraschungen schützt

Vor der Tour muss das Bike auf Vordermann sein: Den Druck der Reifen prüfen und sie gegebenenfalls aufpumpen, Schaltung und Bremsen checken und Kette ölen. Mit auf Tour muss eine Satteltasche mit Werkzeug, Flickzeug, Ersatzschlauch, Fahrradschloss, Reifenheber und Luftpumpe, sowie Erste-Hilfe-Set und Taschenmesser, Sonnen- und Insektenschutz, Taschentücher und Taschenlampe. Für die Pflege sollten Shampoo, Duschgel und Reisehandtuch reichen. Wem das nicht genügt, kann auf Zeltplätzen einen Zwischenstopp einlegen. Ausweis und Bargeld ist natürlich einzupacken.

Wer quer durchs Land oder darüber hinaus auf unbekannten Radwegen und Strassen radelt, behält mit einem Radcomputer den Überblick. Für eine mehrtägige Radtour müssen Zelt, Isomatte und ein kleiner Kocher, Becher sowie Brennstoff mit ins Gepäck. Auf jeden Fall sollte der Fahrer genügend Flüssigkeit mit sich führen. In die Planung können bereits vorab Tankstellen, Supermärkte und Gaststätten zum Auffüllen mit eingeplant werden. Ebenso sollten Energieriegel nicht fehlen.

Wetterkapriolen — gut vorbereitet, kein Problem

Gleich, bei welchem Wetter der Outdoor-Abenteurer sich auf den Weg macht, er sollte sich nicht nur auf schönes Wetter verlassen. Es empfiehlt sich, das an Kleidung dabei zu haben, was man braucht, um allen Witterungen trotzen zu können. Wichtigstes Utensil: der Fahrrad-Helm.

Das gehört noch ins Gepäck:

  • Funktionelles Shirt lang und kurz
  • Radhose lang und kurz und Radunterhose
  • Radsocken, normal und warm
  • Armlinge und Beinlinge
  • Fahrradschuhe
  • Leichte Schuhe
  • Fahrradhandschuhe
  • Radbrille
  • Zusätzliche Trinkflasche
  • Zwei Tütensuppen für Stop and Go

Als Ergänzung:

  • Wasserdichte Fahrradjacke
  • Langarmshirt oder Fleecepullover
  • Anliegende Radmütze
  • Warnweste
  • Freizeithose

In wechselhaften Wetter-Regionen:

  • Regenjacke
  • Regenhose
  • Wasserdichte Fahrradschuhe
  • Helmüberzug
  • Warme Fahrradhandschuhe
  • Regenschutz für den Helm

Richtig gepackt heisst gut fahren

Die Fahrradtaschen müssen absolut wasserdicht sein. Das Gepäck muss so gepackt werden, dass noch etwas Platz vorhanden ist. Die Bagage wird in Vorder und Hinterradtaschen sowie der Lenkertasche verstaut. In wasserdichten Schutzhüllen werden in der Lenkertasche Smartphone und Wertsachen deponiert. Wer sich auf eine längere Tour aufmacht und viel Gepäck braucht, für den empfiehlt sich ein gefederter Fahrradanhänger.

Fazit

Eine mehrtägige Abenteuer-Tour erfordert Kondition und Fitness. Wer loszieht, sollte zudem seine eigenen Grenzen kennen und sich nicht überfordern. Auch bei der Radhose ist es wichtig, auf einen guten Sitz zu achten. Ergonomische Sitzpolster vermeiden Druckstellen, sodass der Globetrotter nicht schon nach wenigen Kilometern die Rückreise antritt.